Neben dem Lebenslauf und dem persönlichen Anschreiben sollen Anlagen eine Bewerbung werthaltig machen und die eigenen Qualifikationen von professioneller Hand dokumentieren. Die jeweiligen Personalverantwortlichen versuchen durch Zeugnisse die Eignung für die Stelle besser einzuschätzen und die vom Bewerber angepriesenen Fähigkeiten durch Arbeitsproben zu begutachten.

Auswahl der Anlagen

Meist wird erst in der zweiten Selektionsrunde ein Blick in die Anlagen geworfen, wenn nicht schon andere Bewerbungsfehler für ein vorzeitiges Aus gesorgt haben.  Haben der Lebenslauf und das Anschreiben kein Interesse geweckt, werden die Anlagen erst gar nicht genauer unter die Lupe genommen. Wichtig bei der Gestaltung der Anlagen ist eine klare Struktur sowie eine Ausrichtung auf die angebotene Position. Maximal sollten einer Bewerbung drei Anlagen beigefügt werden, da der Zuständige nicht nur eine Bewerbung auf dem Tisch liegen hat. Bei Arbeits-, Schul- und Examenszeugnissen sollte man nur die zwei oder drei aktuellsten beifügen, alles was älter ist, ist vorerst nicht relevant und kann ggf. zum Vorstellungsgespräch mitgebracht werden. Wer sich mit 40 Jahren noch mit dem Abiturzeugnis bewirbt, macht sich lächerlich. Viel aussagekräftiger sind hier Weiterbildungsnachweise oder das Diplom, das mehr über die aktuellen Fähigkeiten aussagt.

Dateiformat und Dateigröße

Falls die Bewerbung online erfolgt, sollte jede Anlage eine möglichst geringe Dateigröße (je ca. 1 MB) und insgesamt maximal 4-5 MB Datengröße haben, da verschiedene Server eine Versendung ab 5 MB nicht mehr zulassen. Als Dateiformat bietet sich PDF an, weil hierbei die Gestaltung auf jeden Fall erhalten bleibt und sich nichts verschiebt. Zudem lassen sich PDF-Dateien platzsparend komprimieren, die Softwares hierfür gibt es im Internet zum kostenlosen Download.

Aussagekräftige Dateinamen

Die Beschriftung der Dateien sollte immer persönlichen Bezug zum Bewerber haben und idealerweise den Vor- und Nachnamen im Dateinamen enthalten. Statt „Lebenslauf.pdf“ verwendet man also besser „Lebenslauf_Maria_Mustermann.pdf“.

Bewerbungsfoto

Das Foto sollte nie als alleinige Anlage verschickt werden, sondern idealerweise in das PDF mit Anschreiben und Lebenslauf eingebunden sein. Wer sich die Bewerbungsfoto von einer Freundin mit der eigenen Digitalkamera machen lässt, spart an der falschen Stelle. Professionelle Bewerbungsbilder sind ausschlaggebend für den ersten Eindruck und entscheiden, ob Sie in die nächste Rund kommen oder nicht. Näheres zum Thema Bewerbungsfotos gibt es hier.

Bevor man die Anlagen nun beifügt, sollte noch einmal sorgfältig ihre Chronologie und Richtigkeit überprüfen. Je besser die Examensnote und je aktueller das Arbeitszeugnis, umso relevanter ist die Anlage für die Bewerbung.