Das Vorstellungsgespräch
- 1. Juli 2010
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Wird man auf seine Bewerbung hin zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen, hat man schon einmal eine Herde anderer Bewerber hinter sich gelassen und ist für das Unternehmen interessant. Um den Job aber letzten Endes zu bekommen, sollte man weder zu siegessicher noch zu ängstlich in ein Bewerbungsgespräch gehen. Mit ein paar Tricks und der richtigen Vorbereitung kann man jedes Gespräch mit den Personalchefs erfolgreich meistern.
1. Dialog statt Frage-Antwort-Spiel
Ein Vorstellungsgespräch verläuft erst dann erfolgreich, wenn sich ein echter Dialog zwischen Arbeitgeber und Bewerber entwickelt und nicht nur ein einseitiges Frage-Antwort-Spiel zustande kommt. Deswegen ist es wichtig, dass auch der Bewerber Fragen stellt, um mehr über das Unternehmen und seine Aufgabenbereiche zu erfahren sowie mit überlegten und tiefgehenden Fragen sein Interesse an der Stelle zu symbolisieren.
2. Selbstpräsentation
Wichtig ist, dass man gerade persönliche Angaben und Interessen überzeugend rüberbringt. Man sollte sich im Vorfeld intensiv Gedanken über die eigenen Stärken und Schwächen machen, da diese Frage in fast jedem Vorstellungsgespräch kommt. Dabei sollten stellenrelevante Charaktereigenschaften im Mittelpunkt stehen und keine 08/15-Antworten wie „ich bin sehr interessiert an Neuem“ gegeben werden. Seid kreativ und authentisch! Den eigenen Werdegang souverän zu präsentieren sollte ebenso kein Problem sein wie schlüssige Erklärung für Lücken im Lebenslauf („Stellensuche“ oder „Orientierung auf dem Arbeitsmarkt“ statt „Arbeitslosigkeit“) parat zu haben.
3. Interesse am Unternehmen und der Stelle zeigen
Man sollte erklären, warum man an der Stelle und dem Unternehmen interessiert ist und glaubwürdig machen, dass man sich mit der neuen Stelle beruflich weiterentwickeln könnte und genügend Energie und Lust hat, sich dieser neuen Herausforderung zu stellen. Personalchefs wollen Leistungsbereitschaft sowie individuelles Interesse für das Unternehmen spüren!
Deswegen kommt auch fast immer eine Frage über das Unternehmen. Wenn man dann keine Antwort parat hat, zeigt dies, dass man sich nicht ausreichend für die Stelle interessiert und länger brauchen wird, sich in den Job einzuarbeiten. Es ist unumgänglich, sich im Vorfeld über die Namen der Unternehmensspitze, die verschiedenen Abteilungen sowie den Marktanteil in der jeweiligen Branche zu informieren. Je nach dem wie groß das Unternehmen ist, findet man auch aktuelle Angeben zur geschäftlichen Entwicklung der Firma, mit denen man bei einem Gespräch wirklich glänzen kann.
4. Achtung vor Fangfragen!
Allerdings muss man auch auf unangenehme Fangfragen vorbereitet sein. Dabei ist es wichtig, souverän und höflich zu sein, oftmals erwarten die Personalchefs gar keine perfekten Antworten, sondern wollen vielmehr das Verhalten des Bewerbers in Konfliktsituationen und unter Druck testen. Wenn man etwas nicht richtig verstanden hat, sollte man lieber noch einmal höflich nachfragen, bevor man unüberlegte Antworten gibt.
5. Let’s switch to English
Bei international tätigen Unternehmen kann man sich darauf einstellen, dass auch die ein oder andere englische Frage kommt. Deswegen ist es sinnvoll, sich vor dem Gespräch das Fachvokabular anzueignen und eventuell auch Standardfragen nach Werdegang, Interesse und Hobbys auf englisch vorzubereiten.
6. Auftreten und Körpersprache
Ein seriöses und gepflegtes Auftreten ist Grundvoraussetzung für einen sympathischen und guten Eindruck beim Gespräch. Je nach Branche sollte man bei Versicherungen und Banken betont seriös, in Werbeagenturen oder jungen Unternehmen auch etwas weniger steif gekleidet zum Bewerbungsgespräch erscheinen. Allerdings gilt die Faustregel: lieber zu konservativ gekleidet als zu leger. Während des Gesprächs sollte man dann eine möglichst offene Körperhaltung einnehmen und weder die Arme verschränken noch sich weit auf seinem Stuhl zurück lehnen. Verhaltenspsychologen empfehlen, die Sitzhaltung des Gegenübers nachzuahmen. Damit kann man nichts falsch machen und ist dem Gegenüber gleich einen Schritt weit sympathischer.

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