Der Lebenslauf ist meist das erste einer Bewerbungsmappe, was von Personalchefs zur Hand genommen und gelesen wird. Ist er nicht überzeugend, fliegt man schnell raus. Inzwischen ist der Lebenslauf sogar wichtiger als das eigentliche Anschreiben geworden und hat sich zudem in seiner Gliederung maßgeblich verändert.

Alles oder nichts auf zwei Seiten

Persönliche Daten, Schulbildung, Studium oder Ausbildung, Praktika, Berufserfahrung, besondere Qualifikationen, Auslandserfahrung, Hobbys – ziemlich viel für knapp zwei Seiten. Ein Lebenslauf sollte möglichst viel in möglichst knapper Form wiedergeben, den bisherigen Werdegang widerspiegeln und besonders die Qualifikationen herausstellen, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind.

Lebenslauf als erste Arbeitsprobe

Tastatur im SchattenUnter Personalern gilt die goldene Regel, dass man einen Bewerber aufgrund seines Lebenslaufs einstellen können muss. Deswegen muss er enorm aussagekräftig sein und bereits vor einem möglichen Vorstellungsgesprächs alle Fragen des Personalchefs beantworten. Ein Lebenslauf ist quasi eine erste Arbeitsprobe, die der Bewerber abliefert, um zu zeigen, wo seine Qualifikationen liegen, ob er den Anforderungen gerecht werden und wichtige Aspekte von unwichtigen trennen kann.

Gliederung: französisch/amerikanisch vs. deutsch

In der Gliederung hat sich inzwischen die französische oder amerikanische Form gegen die deutsche Form durchgesetzt. Während noch bis vor ein paar Jahren nach deutschem Muster eine chronologische Abhandlung der Vita gegeben wurde, bei der die Grundschule an erster Stelle nach den Persönlichen Daten stand, ist heute eher die antichronologische (französische bzw. amerikanische) Form verbreitet. Auf den ersten Blick sollen die Personaler erkennen, was der Bewerber zuletzt gemacht hat, in welchen Betrieben er tätig war und seit wie vielen Jahren er schon im praktischen Berufsleben ist. Wo er vor 20 Jahren zur Grundschule gegangen ist, ist sekundär und erst einmal nicht rentabel.

Wichtig sind in beiden Gliederungsformen kurze und prägnante Formulierungen, eine logische Struktur und Lückenlosigkeit. Freiräume sollten nicht als „Arbeitslosigkeit“ formuliert werden, sondern als „Stellensuche“ oder „Bewerbungszeit“ deklariert werden.

Individualität im Lebenslauf

Durch eine klare Strukturierung und die Einbindung in Themenblöcke sollte der Lebenslauf leserfreundlich sein und auch durch ein ausreichend großes Schriftbild (Schriftgröße 10 bis 12) ansprechen. Personalchefs merken sofort, wenn sie nur eine heruntergeschriebene Vorlage vor sich liegen haben, die nicht unbedingt auf die spezielle Stelle ausgerichtet ist. Durch branchenspezifisches Fachvokabular und der Aufnahme von Schlüsselwörtern aus dem Anzeigentext macht man auf sich aufmerksam und zeigt, dass man wirklich an der Stelle interessiert ist und sich dafür qualifiziert!